Warum es sich für Pflegeeinrichtungen unbedingt lohnt, Tagespflege anzubieten

Ohne Tagespflege droht Ihnen ein Teil der Pflegekundschaft mit Demenz wegzubrechen. Sie müssen daher handeln,

  • um konkurrenzfähig zu bleiben,
  • die Bedürfnisse der Menschen mit Demenz optimal zu befriedigen
  • und um neue Pflegekunden hinzuzugewinnen!

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat der Gesetzgeber die Inanspruchnahme von Tagespflegeangeboten durchzusätzliche Sachleistung vorangetrieben.

Aufgrund dieser zusätzlichen Sachleistungen ist es möglich, pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz dauerhaft und nachhaltig so zu entlasten, dass ein vollstationärer Aufenthalt unter Umständen ganz oder zumindest lange verhindert werden kann.

Das entspricht dem Wunsch und somit dem Bedarf der meisten meisten Menschen mit Demenz und deren Angehöriger.


Bedarf an Tagespflege wird rapide wachsen

Bisher ist der Leistungsanspruch auf Tagespflege den pflegebedürftigen Menschen mit Demenz und den Angehörigen kaum bekannt. Dies wird sich jedoch im Laufe der nächsten Monate und Jahre ändern. Denn es entstehen nicht nur mehr Tagespflegeangebote mit der damit verbundenen Werbung und Beratung, sondern bald werden auch Pflegeberater nach § 7a Sozialgesetzbuch (SGB) XI tätig, die die Angehörigen gezielt auf das Angebot der Tagespflege hinweisen werden.

Zudem entstehen Pflegestützpunkte, die auf diesen Leistungsanspruch ausdrücklich aufmerksam machen. Es ist also mit einer großen und steigenden Nachfrage nach Tagespflegeplätzen für Menschen mit Demenz zu rechnen.

Wann Ihre Pflegekunden mit Demenz Anspruch auf Tagespflege haben

Ihre an Demenz erkrankten Kunden mit Pflegestufe haben nach § 41 Sozialgesetzbuch (SGB) XI einen Anspruch auf Tagespflege, wenn ihre häusliche Versorgung nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn diese zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflegesituation erforderlich ist.

Häufig ist dies beispielsweise der Fall, wenn die Angehörigen Ihrer demenziell veränderten Kunden berufstätig oder mit der Versorgung überfordert sind und zumindest tageweise eine Entlastung benötigen.

Überlegen Sie, ob Sie als ambulanter Pflegedienst Tagespflege für Menschen mit Demenz und andere Pflegekunden anbieten sollten? Das ist gut, denn Sie sollten wissen, dass Sie als ambulanter Pflegedienst sonst Gefahr laufen, vom Wettbewerb abgehängt zu werden.



Diese 3 existenziellen Gefahren können auf Sie zukommen, wenn Sie keine Tagespflege anbieten:

Im Extremfall können Sie als Pflegedienst die Hälfte der Sachleistung, die zusätzlichen Betreuungsleistungen und die Verhinderungspflege an die Tagespflege verlieren.

Daher sollten Sie sich wirklich gut überlegen, ob Sie nicht selbst als Pflegedienst eine eigene Tagespflegeeinrichtung gründen sollten, damit Ihre Pflegekunden mit Demenz dieses Leistungen bei Ihnen abrufen.


Gefahr Nr. 1:
50 % der Sachleistung können Ihnen verloren gehen

Die zusätzlichen 50 % Sachleistung für die Nutzung der Tagespflege können vom Versicherten beliebig auf bis zu 100 % aufgestockt werden, gleichzeitig reduziert sich jedoch die ambulante Sachleistung entsprechend.

Würde also z. B. einer Ihrer Pflegekunden mit Demenz die Tagespflege eines anderen Trägers nutzen, so bestünde permanent die Gefahr, dass ihm das Tagespflegeangebot so gut gefällt, dass er die Sachleistung zugunsten der Tagespflege verschiebt. Für Ihren Pflegedienst würden dann nur 50 % der Sachleistung übrig bleiben.


Gefahr Nr. 2:
Weitere Mittel könnten in die Tagespflege abfließen

Der Pflegebedürftige kann den Gesamtbetrag aller anfallenden Kosten (Verpflegung) für die Tagespflegenutzung im Rahmen der Betreuungsleistungen (§ 45a, b SGB XI) ausschöpfen und sich von seiner Kasse erstatten lassen. Davon wird sicher ein Großteil der Leistungsberechtigten auch Gebrauch machen.

Das bedeutet für Sie, dass Sie nicht nur die Hälfte der Sachleistungen an die Tagespflege verlieren können, sondern der Pflegebedürftige auch weitere Mittel, die er von der Pflegekasse erhält, nicht für die Bezahlung Ihrer angebotenen zusätzlichen Betreuungsleistungen verwendet.

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Gefahr Nr. 3:
Die Verhinderungspflege kann über die Tagespflege geleistet werden

Die Ersatzpflege (Verhinderungspflege) kann in vollem Umfang durch die Tagespflegeeinrichtung erbracht werden. Viele Pflegebedürftige werden diesen Topf für zusätzliche Besuchstage nutzen wollen.

Die Tagespflege dürfte auch in den allermeisten Fällen einer mehrstündigen Ersatzpflege deutlich günstiger sein als die stundenweise Erbringung von Verhinderungspflege durch einen Pflegedienst. Das bedeutet, dass Sie unter Umständen Pflegekunden verlieren werden, die sonst Verhinderungspflege durch Ihren Pflegedienst in Anspruch genommen haben.


Werden Sie zum Tagespflegeanbieter und gewinnen Sie noch mehr Kunden

Unser Rat: Es lohnt sich für Sie, als ambulanter Pflegedienst Tagespflege anzubieten. Entweder gründen Sie selbst eine solche Einrichtung oder Sie kooperieren mit einem bestehenden Anbieter.

Hierdurch können Sie zusätzliche Kunden gewinnen. Denn wenn Ihr Tagespflegegast zum Großteil durch Ihre Tagespflege versorgt und betreut wird, ist der Schritt, sich komplett durch Ihren Pflegedienst versorgen zu lassen, nicht mehr groß, vor allem wenn der Kunde mit dem jetzigen Pflegedienst nicht ganz zufrieden ist.

Doch Vorsicht: Es gibt auch viele Stolpersteine und eine Tagespflege kann einem auch schnell das (finanzielle) Genick brechen, z. B. durch hohe Investitionskosten, eine möglicherweise geringe Auslastung, da es vielleicht mehrere Angebote vor Ort gibt, usw.

Die Eröffnung einer Tagespflege muss daher gut überlegt und das Konzept durchdacht sein und auch eine Marktanalyse ist unerlässlich.


So stellen Sie einen Antrag auf Abschluss eines Versorgungsvertrags für die Tagespflege

Den Antrag auf einen Vertragsabschluss können Sie formlos bei der für Sie zuständigen Pflegekasse anfordern. Falls Sie nicht wissen, welche Pflegekasse für Sie zuständig ist, fragen Sie beispielsweise bei Ihrem Verband nach.

In der Regel wird Ihnen die Pflegekasse ein Antragsformular zusenden. Diesem müssen Sie folgende Nachweise beifügen:


  • Nachweise über die Qualifikation, Weiterbildung und Berufserfahrung der Verantwortlichen Pflegefachkraft,
  • Berufsurkunden und Qualifikationsnachweise der weiteren Mitarbeiter,
  • ein Pflegekonzept,
  • ein Raumkonzept,
  • eine Bestätigung der Mitgliedschaft bei der zuständigen Berufsgenossenschaft,
  • ein Nachweis der ausreichenden Betriebshaftpflichtversicherung (Vermögens-, Sach- und Personenhaftpflichtversicherung) sowie
  • eine aktuelle Handzeichenliste.


  • Hinweis: Besprechen Sie Ihre Pläne mit der für Sie zuständigen Pflegekasse, möglichst bevor Sie große Investitionen tätigen bzw. vor einem etwaigen Baubeginn. Haben Sie Ihre Pläne mit der für Sie zuständigen Pflegekasse besprochen, sollten Sie, um Verzögerungen bei Ihrer geplanten Eröffnung zu vermeiden, sicherstellen, dass den Pflegekassen die kompletten Antragsunterlagen möglichst rund 3 Monate vor Inbetriebnahme vorliegen.

    Ja, ich möchte gerne mehr über den rechtlichen Umgang mit Menschen mit Demenz wissen. Bitte schicken Sie mir ein kostenloses Ansichtsexemplar von „Demenz: Pflege & Betreuung stationär„ zu.
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    Das müssen Sie zu den räumlichen Anforderungen wissen

    Für die räumlichen Gegebenheiten einer Tagespflege gibt es keine verbindlichen, bundeseinheitlichen gesetzlichen Regelungen. Verschiedene Empfehlungen in der Literatur sowie auch vertragliche Vereinbarungen in einigen Bundesländern geben vor, dass Sie die Räume so gestalten sollten, dass sie den Bedürfnissen Ihrer Tagespflegegäste nach Kontakt und Geselligkeit einerseits und nach Rückzugsmöglichkeiten andererseits Rechnung tragen.

    Zudem müssen alle Räume, die Ihren Gästen während ihres Aufenthaltes zur Verfügung stehen, barrierefrei sein.



    Beachten Sie landesspezifische Regelungen

    In jedem Fall müssen Sie die in Ihrem Bundesland ggf. existierenden Landesvereinbarungen, insbesondere zu den baulichen Voraussetzungen, berücksichtigen. Welche das sind, können Sie bei der für Sie zuständigen Pflegekasse, dem zuständigen Sozialhilfeträger oder Ihrem Verband erfragen.

    So gibt z. B. der Landesrahmenvertrag nach § 75 Abs. 1 SGB XI aus NRW für in der Regel 12 Plätze folgende Raumprogrammempfehlung:

    • Dienstraum: ca. 20 m²,
    • Pausenraum: siehe § 29 Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV),
    • Wohnen / Aufenthaltsraum: ca. 40 m², nach Möglichkeit mit Verbindung in den Küchenbereich,
    • Küche: ca. 20 m², in der gemeinsam mit den Tagesgästen gekocht werden kann,
    • Therapie- / Gruppenraum: ca. 30 m²,
    • Ruheraum: ca. 16 m², ausgestattet mit Ruhemöglichkeiten,
    • Pflegebad: ca. 16 m², ausgestattet mit freistehender unterfahrbarer Wanne oder bodengleicher Dusche, WC und unterfahrbarem Waschbecken,
    • Abstellraum: ca. 10 m²,
    • Putzmittelraum: ca. 6 m² mit Ausgussbecken und Stellfläche für den Putzwagen,
    • Eingangsbereich: ca. 50 m², ausgestattet mit abschließbaren Schränken für Wertsachen der Tagesgäste, Garderobe und Abstellfläche für Rollstühle,
    • WC-Anlage: ca. 8 m², behindertengerecht ausgestattet mit mindestens einem rollstuhlgerechten WC,
    • Mitarbeiter-WC mit Vorraum: ca. 6 m², s. § 37 ArbStättV (Toilettenräume).


    Hinweis: Falls Sie planen, Förderungen wie beispielsweise Investitionskostenförderung in Anspruch zu nehmen, sollten Sie vorab prüfen, welche Bedingungen in diesem Zusammenhang an Sie gestellt werden, sowie anschließend Ihr Konzept und auch den Raumplan mit der jeweiligen Förderstelle beraten. Welche Fördermöglichkeiten es für Sie gibt, können Sie beispielsweise bei Ihrem Verband erfragen.


    Wann Sie die Heimaufsicht einbinden müssen

    Nach dem alten Heimgesetz auf Bundesebene fielen Tagespflegeeinrichtungen unter die Zuständigkeit der Heimaufsichten. Im Rahmen der Föderalismusreform wurde das Heimgesetz auf die einzelnen Bundesländer übertragen, jedoch haben noch nicht alle Bundesländer entsprechende landesspezifische Regelungen getroffen.

    Es ist daher möglich, dass Tagespflegeeinrichtungen in Ihrem Bundesland nicht mehr unter das Heimgesetz bzw. vergleichbare Regelungen fallen und damit eine Einbindung der für Sie zuständigen Heimaufsicht nicht erforderlich ist.

    Sie sollten aber in jedem Fall bei Ihrer Kommune nach dem aktuellen Stand fragen. Falls erforderlich, besprechen Sie Ihr Konzept und Ihre Pläne unbedingt frühzeitig mit der für Sie zuständigen Heimaufsicht. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, dass die Heimaufsicht u. U. Ihre gerade eröffnete Einrichtung wieder schließt.

    Das sagen
    „Sowohl von der Aufmachung als auch von der Praktikabilität und dem Verständnis her ist 'Demenz: Pflege und Betreuung stationär' ein hervorragendes Instrument. Umfassende Informationen sind gerade im Bereich heute wichtiger denn je. 'Demenz: Pflege und Betreuung stationär' lässt da keine Wünsche offen. Diese Zeitschrift ist zeitnah, modern und lässt in die Zukunft blicken. Wache Augen und Ohren sind in der Pflege unerlässlich. - Toll!

    Hanna Hinkel, Häusliche Alten- und Krankenpflege, Köln“

    Praxis-Tipp: Stimmen Sie unbedingt auch frühzeitig mit dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt ab, welche Anforderungen Sie hinsichtlich der Hygiene, insbesondere beim Zubereiten der Mahlzeiten, beachten müssen. Daneben sollten Sie auch unbedingt im Vorfeld mit der Feuerwehr besprechen, welche brandschutzrechtlichen Belange Sie berücksichtigen sollten.


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    Diese personellen Anforderungen werden gestellt

    Nach den Regelungen des SGB XI sowie den Gemeinsamen Grundsätzen und Maßstäben nach § 113 SGB XI müssen die Leistungen der Tagespflege unter der ständigen Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft erbracht werden. Die fachlichen Voraussetzungen für die Position der leitenden Pflegefachkraft erfüllen Personen, die die Erlaubnis zum Führen der folgenden Berufsbezeichnung besitzen:


    • Krankenschwester, Krankenpfleger,
    • Kinderkrankenschwester, Kinderkrankenpfleger,
    • Gesundheits- und Krankenpfleger/in,
    • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/ in oder
    • staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in.

    Ferner muss die Verantwortliche Pflegefachkraft innerhalb der letzten 5 Jahre mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in Vollzeit sowie seit dem 01.07.2008 auch eine abgeschlossene Weiterbildung für Leitungsfunktionen von mindestens 460 Stunden nachweisen.

    Nicht jeder Mitarbeiter kann für die Tagespflege eingesetzt werden

    Für die Erfüllung der Pflege und Versorgung in der Tagespflege können Sie geeignete Kräfte entsprechend ihrer beruflichen Qualifikation einsetzen. Zu den geeigneten Qualifikationen gehören insbesondere:

    • Krankenschwester, Krankenpfleger,
    • Kinderkrankenschwester, Kinderkrankenpfleger,
    • Gesundheits- und Krankenpfleger/in,
    • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/ in,
    • staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in,
    • Krankenpflegehelfer/in,
    • staatlich anerkannte/r Altenpflegehelfer/ in,
    • staatlich anerkannte/r Familienpfleger/ in,
    • Hauswirtschafter/in und
    • staatlich anerkannte/r Dorfhelfer/in.

    Hinweis: Sie können auch die Mitarbeiter aus Ihrem Pflegedienst in der Tagespflege einsetzen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Stundenverteilung auf beide Pflegeeinrichtungen eindeutig ist und Sie Ihre personellen Anforderungen in beiden Teilen erfüllen.


    Achtung: Die gesetzlichen Regelungen zu den fachlichen Voraussetzungen und der Qualifikation der Mitarbeiter weisen einen schweren Fehler auf:

    Wie sollen Kinderkrankenschwestern und ander Pflegekräfte OHNE Zusatzausbildung im Bereich Gerontopsychiatrie die ihnen anvertrauten Menschen mit Demenz bedürfnisgerecht betreuen? Dazu brauchen sie fundierte Kenntnisse im Umgang mit Menschen mit Demenz, über die richtige, stark einflußnehmende Umweltgestaltung und über die relevanten Beschäftigungs- und Aktivierungsarten.

    Wenn Sie als Anbieter wirklich langfristig gute Leistungen und vor allem Zufriedenheit beim Kunden mit Demenz und dessen Angehörigen erreichen möchten, müssen Sie hierfür ein fachlich gut ausgebildetetes Personal haben. Insbesondere muss gerade die leitende Fachkraft gerontopsychiatrisch ausgebildet sein.

    Allerdings können Sie natürlich für die Betreuung auch ausgebildete oder gut angeleitete Helfer (ehrenamtliche Betreuungskräfte, Alltagsbegleiter, Präsenzkräfte) einsetzen, es müssen/dürfen aus Kostengründen nicht nur Fachkräfte sein. Zumal es einige der neuen Berufsbilder ja gerade wegen der Zunahme von Demenzerkrankungen gibt.


    Der Fahrdienst als letzte Herausforderung

    Wenn Sie eine Tagespflege eröffnen wollen, müssen Sie entsprechend den gesetzlichen Vorgaben auch die notwendige und angemessene Beförderung Ihrer Gäste von deren Wohnung zu Ihrer Tagespflege und zurück sicherstellen.

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    Den organisatorischen Ablauf des Fahrdienstes müssen Sie schriftlich und nachweislich regeln. Beachten Sie bei Ihren Planungen, dass der An- und Abfahrtsweg für jeden einzelnen Gast keinesfalls 60 Minuten überschreiten sollte. Hier müssen Sie gut kalkulieren, denn die Gratwanderung zwischen „kostendeckend“ und „zu teuer für den Kunden“ ist schmal.

    Diese Mitarbeiter dürfen den Fahrdienst übernehmen

    Die Fahrer Ihres Fahrdienstes müssen über einen Personenbeförderungsschein verfügen. Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung können Ihre Mitarbeiter erhalten, wenn sie:


    • seit mindestens 2 Jahren einen für das zu führende Kfz gültigen Führerschein besitzen,
    • das 21. Lebensjahr vollendet haben,
    • die Gewähr bieten, dass sie der besonderen Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen gerecht werden,
    • ihre geistige und körperliche Eignung gemäß § 11 Abs. 9 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) nachweisen und
    • die Anforderungen an das Sehvermögen gemäß § 12 Abs. 6 FeV erfüllen.

    Praxis-Tipp: Ohne Personenbeförderungsschein dürfen nur ehrenamtliche Mitarbeiter Kunden fahren. Allerdings dürfen Sie in diesem Fall keine Kosten in Rechnung stellen, nur eine freiwillige Bezahlung darf angenommen werden. Das zu wissen kann in personellen Engpässen schon einmal wichtig sein.


    Wir freuen uns auf ihre Teilnahme am Test!
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    Das Angebot zur Gastleserschaft richtet sich an alle professionell in der ambulanten oder stationären Pflege Beschäftigten.