Wichtig für die professionelle Arbeit: Die wichtigsten Formen und Fachbegriffe der Demenz

Wann spricht man von Demenz?Um Menschen mit Demenz angemessen zu pflegen und zu betreuen, müssen Sie etwas über das Krankheitsbild wissen und welche Demenzformen zu unterscheiden sind.

Sicherlich haben auch Sie als Pflegekraft schon beobachtet, dass bei Ihren Patienten mit Demenz unterschiedliche Symptome zu beobachten sind und dass der Krankheitsverlauf einer Demenz unterschiedlich sein kann.

Wann spricht man von Demenz?

Allen Demenzkrankheiten sind einige Merkmale gemeinsam. Hierzu gehören auf der kognitiven Ebene (Denkleistungen)

  • chronische oder schlimmer werdende Denkschwierigkeiten (mindestens 6 Monate),
  • Gedächtnisprobleme,
  • Orientierungsschwierigkeiten.

Typisch sind ferner bestimmte Begleiterscheinungen einer Demenz:

  • Veränderungen in der Stimmungskontrolle und im sozialen Verhalten
  • Schwierigkeiten im Bewältigen des Alltags (räumliche, zeitliche, persönliche Orientierung)

Ein wichtiger Unterschied: Primäre und sekundäre Demenz

Die Demenzformen werden nach ihren Ursachen unterteilt in:

  • Primäre bzw. erstrangige Demenzen mit hirnorganischen Ursachen
  • Sekundäre bzw. zweitrangige Demenzen, die aufgrund verschiedener Organerkrankungen entstehen

Bei 90% aller Demenzerkrankungen liegt die Krankheitsursache im Gehirn. Solche Demenzformen sind bislang nicht reversibel. Sie können nicht geheilt und kaum aufgehalten werden.


90 % aller Demenzerkrankungen sind primär und werden weiter unterteilt in ...
  • Degenerative Demenzen
  • Vaskuläre Demenzen
  • Mischformen


Übersicht „Primäre Demenzen”


Degenerative Demenz Vaskuläre Demenz Mischformen
Eine degenerative Demenz zeichnet sich durch den Abbau (Degeneration) der Nervenzellen im Gehirn aus.
Bei den degenerativen Demenzerkrankungen schrumpfen die Nervenzellen bestimmter Hirnregionen oder sterben ganz ab.
Etwa 70 % der primären Demenzen sind degenerative Demenzerkrankungen. Hierzu zählen:

  • Morbus Alzheimer
  • Morbus Pick
  • Chorea Huntington
  • Morbus Parkinson
15 % aller primären Demenz­erkrankungen sind vaskuläre Demenzen.

Ursache einer vaskulären Demenz sind kleine, häufig aufeinanderfolgende Hirninfarkte oder Durch-blutungsstörungen im Gehirn.
Vaskuläre Demenzen lassen sich durch eine Therapie bezüglich der Risikofaktoren Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Fettstoffwechselstörungen in ihrem Verlauf positiv beeinflussen.
Mit zunehmendem Alter treten bei den Betroffenen häufig Mischformen der degenerativen und vaskulären Demenzen auf.
Mischformen machen die übrigen ca. 10 bis 15 % aller primären Demenzen aus.

So verläuft eine primäre Demenz

Primäre Demenzen verlaufen je nach Ursache unterschiedlich.

  • Bei degenerativen Demenzen wie z. B. der Alzheimer-Demenz findet ein permanenter Abbauprozess der geistigen Leistung (Wahrnehmung, Erkennen, Gedächtnis) und der Alltagsfertigkeiten (IADL, ADL) statt.
  • Bei vaskulären Demenzen verläuft der Abbauprozess stufenförmig bzw. schubweise. Nach Hirninfarkten treten gravierende Verschlechterungen auf. Der Zustand bleibt dann weitgehend gleich, bis erneut Hirninfarkte auftreten.
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Nur bei einer sekundären Demenz ist Rehabilitation möglich

Ca. 10% der Patienten leiden unter sekundären Demenzerkrankungen.

Die Ursachen der sekundären Demenzen liegen in verschiedenen Organerkrankungen. Deshalb ist es bei einer sekundären Demenz möglich, die geistige Leistungsfähigkeit der Betroffenen durch Behandlung der Ursachen und gezielte Rehabilitation teilweise wiederherzustellen.

Diese Ursachen können zu einer sekundären Demenz führen:

  • Chronische Intoxikationen oder Infektionen
  • Vitaminmangel (B1, B12)
  • Elektrolytveränderungen
  • Anämie
  • Sauerstoffmangel
  • Stoffwechselstörungen ( z. B. Schilddrüsenerkrankungen)
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Mangelernährung
  • Herz-Kreislauf-Insuffizienz
  • Depression (Pseudo-Demenz)
  • Tumore

Testverfahren: So erkennen Sie Demenz im Frühstadium

Haben Sie bei einem Ihrer Patienten den Verdacht, dass er unter einer beginnenden Demenz leidet? Dann sollten Sie als Erstes mit Hilfe einer Differenzialdiagnostik prüfen lassen, ob eine sekundäre Demenz mit nichthirnorganischen Ursachen ausgeschlossen werden kann.

Die genaue Diagnose des Demenz-Typus ist wichtig, um weitergehende Therapien und medikamentöse Behandlungen abzustimmen. Neuropsychologische Testverfahren zur Feststellung von Demenz sind

  • der Uhrentest,
  • der Mini-Mental-Statue-Test,
  • der DemTect-Test.
Medizinische Tests bringen eine genaue Diagnose

Sollte sich durch diese Demenz-Tests der Verdacht einer Demenzerkrankung erhärten, müssen Sie medizinische Tests durchführen lassen.
Einige Demenzen sind Folge anderer Erkrankungen wie z. B. Morbus Pick, Chorea Huntington, Morbus Parkinson usw.

Die Diagnose von Alzheimer-Demenz ist zurzeit noch eine reine Ausschlussdiagnose, d. h., wenn im Verlauf des Diagnoseverfahrens bei einer Demenz keine andere Ursache gefunden werden kann, wird eine Alzheimer-Demenz diagnostiziert.



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Achten Sie auf die typischen Symptome einer Demenz

Das sind die typischen Symptome der Demenz, die je nach Form der Erkrankung in unterschiedlicher Ausprägung auftreten:

  • Amnesie (Gedächtnis- und Orientierungsstörung)
  • Aphasie (Sprachstörung / Störung des Sprachverständnisses)
  • Apraxie (Unfähigkeit, erlernte Handfertigkeiten auszuführen)
  • Agnosie (Unfähigkeit, Dinge zu erkennen)
  • Abnahme der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens

Besonders gefährliches Demenzsymptom: Die 4 Formen der Desorientierung

Typisch für eine Demenzerkrankung ist, dass sich die Menschen nicht mehr richtig zurechtfinden. Dabei können Sie unterschiedliche Formen der Desorientierung beobachten, die sich mit der Zeit immer mehr verschlimmern:

  • Räumliche Desorientierung: Die bekannte Umgebung und gewohnte Wege werden nicht mehr wiedererkannt. Die einfache Frage „Wo bin ich?“ drückt dies bereits aus. Notwendige Handlungen wie das Aufsuchen der Toilette sind häufig nicht mehr selbstständig möglich.
  • Zeitliche Desorientierung: Der Demenzkranke verliert das Gefühl für Tageszeiten, Zeiträume oder Zeitpunkte. Er kann Termine nicht einhalten, vergisst Mahlzeiten und steht unter Umständen nachts auf.
  • Situative Desorientierung: Betroffene wissen nicht mehr, welche Reaktionen in welchen Situationen angemessen sind. So wirken sie manchmal „hemmungslos“ oder „ohne Manieren“. Z.B. entblößen sie sich in der Öffentlichkeit, halten überzogene Kritik nicht zurück oder tun andere Dinge, die Anstoß erregen.
  • Personale Desorientierung: Bekannte Personen wie z. B. Ehepartner, Kinder, Freunde oder auch Sie als Pflegeperson werden nicht wiedererkannt. Auch das Wissen über die eigene Person kann in Mitleidenschaft gezogen sein.
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Swen Staack: Diplom-Sozialpädagoge, Mitinhaber der Firma „Soziale Kompetenz, Bergner und Partner“, Mitglied der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V, Geschäftsführer der Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V., Lehrauftrag für Soziale Arbeit und Pflege an der Hochschule Hamburg. Swen Staack
Annett Urban: Bis 1997 Organisationsleiterin einer der größten Pflegedienste in Schleswig-Holstein, seit 1998 selbständig mit einer Dienstleistungsfirma für Senioren, seit 1999 zugleich Chefredakteurin von „pdl.konkret stationär“. Autorin von Handbüchern und Broschüren für stationäre Pflegedienste. Annett Urban

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